Der Frequenzbereich, in dem PureLift arbeitet, wurde nicht zufällig gewählt. Er wurde aufgrund einer Forschungslinie gewählt, die bis ins Jahr 1970 zurückreicht.
In den frühen 1970er Jahren entwickelte der sowjetische Sportwissenschaftler Yakov Kots eine Technik, die international als Russischer Strom bekannt wurde – Wechselstrom bei 2,5 kHz, moduliert in 50 Hz-Bursts. Kots behauptete, dass Elitesportler durch dieses Stimulationsmuster Kraftzuwächse von bis zu 40 % erzielten. Die Technik wurde Jahrzehnte später in der westlichen physiotherapeutischen Literatur begutachtet: Ward & Shkuratova (2002), Physical Therapy 82(10):1019–1030 (PubMed ID 12350217).
Die kHz-Architektur funktionierte, weil Kilohertz-Frequenzen mechanistisch Motoreinheiten mit geringerem Unbehagen ansprechen als Niederfrequenzstrom. Kurzzeitige Bursts im Bereich von 1 bis 4 Millisekunden erzeugen eine maximale Trennung zwischen sensorischer Schwelle, motorischer Schwelle und Schmerzschwelle. Die technische Überprüfung dieses Phänomens ist Ward (2009), Physical Therapy 89(2):181–190 (PubMed ID 19095805).
PureLifts Betriebsfrequenzband von 1.370 bis 1.730 Hz liegt innerhalb der kHz-Familie, die direkt von der Kots-Forschungslinie abstammt. Es ist keine Frequenz, die aus Marketinggründen gewählt wurde. Es ist eine Frequenz, die gewählt wurde, weil die zugrunde liegende Physik der Muskelstimulation dieses Band bevorzugt: tiefe genug Penetration, um die Motoreinheiten der Gesichtsmuskeln zu erreichen, geringes Unbehagen, um zehn Minuten täglichen Gebrauchs zu ermöglichen, und kurze genug Wellendauern, um maximale motorische Rekrutierung zu erreichen, ohne die Schmerzschwelle zu überschreiten.
Zum Vergleich: Mikrostromgeräte arbeiten im Bereich von 1 bis 8 Hz, drei Größenordnungen niedriger. Bei 1 bis 8 Hz kann der Strom die motorische Schwelle nicht überschreiten und nicht über die Epidermis hinaus eindringen. Bei 1,37 bis 1,73 kHz erreicht der Strom die Motoreinheiten der Gesichtsmuskeln direkt.